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Hauptversammlung 2019   14.05.2019 19:17

Jahreshauptversammlung des Vereins Calw-Arbeiten-Leben-Wohnen e.V. mit Wahlen
Am Freitag, den 10. Mai fand die Jahreshauptversammlung des Vereins C.A.L.W. e.V. im Stadion Restaurant auf dem Wimberg statt. Viele Tagesordnungspunkte standen auf dem Plan. Nach den Geschäfts- und Rechenschaftsberichten folgte ein Rückblick auf die Aktionen, anschließend die Entlastung des Vorstandes mit nachfolgender Neuwahl. Im Amt bestätigt wurden die beiden ersten Vorsitzenden Hermann Seyfried und Bernhard Stopper, die gemeinsam als Doppelspitze den Verein führen. Ernst Dietzfelbinger bleibt Schatzmeister, Renate Stopper Pressewart, Klemens Keppler und Dr. Eberhard Bantel Beisitzer. Neu gewählt wurden Christoph Schill als Schriftführer und Dr. Margot Klemm als beratende Beisitzerin. Marion Kübler und Monika Kress sind weiterhin als Kassenprüfer tätig.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt: „Ehrungen“
Für das ehrenamtliche Engagement in Punkto „Bohnenberger“ verliehen unsere Bohnenberger-Experten, Prof. Dr. Eberhard Baumann (Professor für Vermessung an der Hochschule für Technik in Stuttgart)) und Dr. Eberhard Bantel die Bohnenberger-Anstecknadel an Hermann Seyfried und Bernhard Stopper. Sie haben sich die Auszeichnung verdient, denn ohne sie wäre Bohnenberger nicht ans Licht und in die Öffentlichkeit gekommen und der Altburger-Bohnenberger-Geschichtsweg nicht umgesetzt worden, so Bantel.
Die Anstecknadel aus Silber wurde gefertigt und gespendet von dem Hirsauer Goldschmiedeehepaar und Hobby-Astronomen Karl-Heinz Schäfer und seiner Frau Josefine Schäfer. Auf dieser Nadel ist eine Nachbildung des Bohnenbergerkraters mit seinen Nebenkratern zu sehen. Baumann erläuterte, dass einst die Mondkrater nach bedeutenden Astronomen benannt wurden und dadurch verewigt sind. Diese Nadel wird Menschen verliehen, die sich um die Sache Bohnenberger verdient gemacht haben. Die beiden 1. Vorsitzenden des Vereins C.A.L.W. e.V., Hermann Seyfried und Bernhard Stopper, freuten sich über diese Ehrung und dankten für die Auszeichnung.
Neues im Visier
Dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Mitglieder und der Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist es möglich, dass Projekte realisiert werden. Ein ganz herzliches „Danke“ allen, die uns unterstützen und helfen!
Unser Mammutprojekt, den Rundwanderweg „Rund um Calw“ haben wir jetzt abgeschlossen und wollen uns nun den fast vergessenen, bedeutenden Botanikern mit Weltruhm „Joseph und Carl-Friedrich von Gärtner“ zuwenden.
Dr. Margot Klemm, eine „Gärtner-Expertin“ stellte uns diese bedeutenden Naturwissenschaftler und dessen Freund Joseph Gottlieb Kölreuter in Kurzform vor. Joseph von Gärtner (1732-1791) wurde in Calw geboren, studierte Medizin und Botanik. Erhielt 1767 einen Ruf als Professor der Botanik an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg wo er auch den Botanischen Garten betreute. 1770 kehrte er nach Calw zurück und widmete sich schwerpunktmäßig der Systematik der Botanik.
Joseph Gärtner beschrieb und zeichnete die Pflanzen mit ihren Blüten, Früchten und Samen. Es erschienen 2 Bände dieser botanischen Abhandlungen „De fructibus et seminibus plantarum „ (Über die Früchte und Samen der Pflanzen).Dies ist bis heute ein unentbehrliches Nachschlagewerk mit den Grundlagen der Pflanzenkunde.
Wie der Vater so der Sohn, auch Carl-Friedrich von Gärtner (1772-1850) studierte Medizin und Botanik. Er führte das Werk seines Vaters, der 1791 verstarb, fort und verfasste den 3. Band „De fructibus et seminibus plantarum“. Nachdem er 25 Jahre lang als praktischer Arzt in Calw tätig war, unternahm er wissenschaftliche Reisen und führte in Calw die Forschung Kölreuters über die Sexualität der Pflanzen und die Bastardforschung fort und verfasste einige botanische Abhandlungen.
C.-F. Gärtner war Mitglied in verschiedenen Akademien, wurde 1846 geadelt und erhielt das Ritterkreuz des Ordens der württembergischen Krone vom König Wilhelm den1.
Joseph Gottlieb Kölreuter (1733-1806) studierte ebenfalls Medizin und Botanik. Der aus Sulz am Neckar kommende Naturwissenschaftler war mit Joseph Gärtner befreundet, sie experimentierten zeitweilig zusammen. Er erbrachte den Beweis der Sexualität bei höheren Blütenpflanzen und veröffentlichte einige Werke.
Die Grundlagen-Forschung von Gärtner und Kölreuter beeinflusste die Naturforscher Charles Darwin mit seiner Evolutionstheorie und auch Gregor Mendel mit seiner Vererbungslehre.
Klemm weiß, dass Gärtner zu den meist zitierten Naturforschern Darwins zählt.
Obwohl bereits im Großen Brühl eine Stele mit Daten über diese Naturforscher steht und die Wandmalereien von Andrea Humpert-Faßlrinner auf diese großen Calwer Wissenschaftler hinweisen möchten wir Joseph und Carl-Friedrich von Gärtner stärker erlebbar machen, so Stopper.
Stopper äußerte bereits konkrete Vorstellungen wie das Projekt aussehen könnte. Auch andere Mitglieder fingen Feuer und brachten Ideen ein. Wir sind gespannt was daraus entsteht.


Gedenkstein Korn    03.05.2019 19:44


Rund um Calw
Gedenkstein erhält neue Bekrönungsvase
Der an der Alzenberger-Steige stehende Gedenkstein von 1819 zu Ehren von Johann Gottfried Korn erhielt eine neue Bekrönungsvase und wurde dem „Frühjahrsputz“ unterzogen. Der Verein C.A.L.W. (Calw-Arbeiten-Leben-Wohnen) e.V. dankt den Sponsoren des Rundwegs „Rund um Calw“, denn nur durch ihre finanzielle Unterstützung war es möglich den fehlenden Stein ersetzen zu lassen und die Reinigungsarbeiten zu vergeben. Wir beauftragten den Steinmetzmeister und Bildhauer Wolf-Stefan Reiser mit dieser Aufgabe. Nach alten Vorlagen rekonstruierte er die fehlende urnenförmige Bekrönungsvase, die 1976 das letzte Mal erneuert wurde.
Der vorherige Besitzer Carl Zügel, Begründer der Neuen Höheren Handelsschule, ließ einst den Platz in Richtung Osten erweitern, das Denkmal instand setzen und die Schrift neu fassen. Er bemühte sich sehr um die Erhaltung und Pflege des Denkmals, was jetzt in den städtischen Aufgabenbereich fällt. Von hier aus hat man nach dem Auslichten etlicher Bäume, Büsche und Sträucher wieder einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Bereits Hermann Hesse wusste diesen Platz zu schätzen, in den 1880-Jahren trug er seinen Mitschülern hier selbstverfasste Märchen vor.
Pünktlich zur Wandersaison wurden noch weitere Gedenksteine vom Steinmetz fachmännisch gereinigt wie die Gedenksteine für Dr. Emil Schüz und Ökonomierat Eugen Horlacher, den Hauptakteuren des 1870 gegründeten Verschönerungsvereins. Aufgabe und Zweck des Vereins war es- wie es das Wort bereits sagt- für die Verschönerung der Stadt und Umgebung tätig zu sein. So legten sie zum Beispiel den Calwer Stadtgarten an, in dessen Anlagen die Gedenksteine stehen.
Der stark verwitterte Findling auf dem Neroberg, der auf das 1882 angelegte Baumgrundstück verweist, wurde ebenfalls einer „Frühjahrskur“ unterzogen. Georg Martin Dörtenbach der Politiker, Bankier und Unternehmer ließ den Stein einst setzen.
Calw hat weitere Gedenksteine, die von der vergangenen Kulturgeschichte zeugen. Schön wäre es, wenn auch diese Denkmale für unsere Nachwelt erhalten bleiben und nicht dem Verfall preisgegeben werden, wie zum Beispiel der Gedenkstein für Georg Jakob Zahn, der versteckt an der Hohfelsenstaffel schlummert. Dieser sehr hochwertige aber renovierungsbedürftige Gedenkstein wartet nur darauf entdeckt und restauriert zu werden. Vielleicht erbarmt sich einer!


Einweihung der Bohnenberger Gedenkstätte   15.04.2019 17:44

Bohnenberger Gedenkstätte eingeweiht
Am Sonntag, den 14. April 2019, wurde die Bohnenberger-Gedenkstätte offiziell mit einem Festgottesdienst in der Martinskirche (der ehemaligen Wirkungsstätte Bohnenbergers) in Altburg eröffnet. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Calw, die im Altburger Rathaus einen Raum für die Gedenkstätte zur Verfügung gestellt hat. Ein herzliches Dankeschön auch an alle Sponsoren und Mithelfer, durch dessen finanzielle und ideelle Unterstützung das Projekt erst umgesetzt werden konnte. Insbesondere unserem Ehrenmitglied Dr. Eberhard Baumann (ehem. Prof. für Geodäsie an der Technischen Hochschule Stuttgart) der alles unternahm damit die Bohnenberger Gedenkstätte realisiert werden konnte, tatkräftig unterstütze ihn hierbei unser Mitglied Dr. Eberhard Bantel, der sich bereit erklärt hat die Führungen durch die Gedenkstätte zu leiten und zu koordinieren. Herr Dr. Bantel steht Ihnen gerne für Fragen und Anmeldungen zur Verfügung unter: www.bienenbantel.web.
Kaum zu glauben was man auf 25 m2 Fläche alles machen kann. Innenarchitektur-Büro von Jacobs, die Experten für Museumseinrichtungen, haben dies unter Beweis gestellt. Hier werden unterschiedliche Messgeräte zur Schau gestellt, die der Geodät und Astronom, Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger, konstruierte oder nutzte. Das Prinzip des Gyroskops u. des Reversionspendel spielen z.B. heute noch eine große Rolle in der Technik der Navigation. Auszüge aus der „Charte von Schwaben“ sowie diverse Requisiten Bohnenbergers sind hier zu besichtigen. Ein Film gibt Aufschluss über das Leben und Wirken Bohnenbergers. Nehmen auch Sie Platz auf der Bank und blicken in den Himmel wie einst Bohnenberger und entdecken die verschiedenen Sternenkonstellationen die mittels Projektor an die Decke geworfen werden.
Eine Gedenkstätte, “die es in sich hat“ und Bohnenberger unvergesslich macht!



Geschaft Rund um Calw ist fertig   15.09.2018 17:44

Geschafft- endlich fertig!
Der Rundwanderweg „Rund um Calw – Denkmäler, Persönlichkeiten, Geschichte und Aussichten“ ist fertig. Am 9. September wurde der Weg eingeweiht und der Stadt Calw übergeben. Im Saal Schüz des Hermann Hesse Museums fand um 11.15 Uhr die Eröffnungsfeier statt. Im Anschluss wurde der Weg erkundet.
Die Gäste freuten sich mit uns und endeckten viele unterschiedliche Denkmäler, Geschichte und herrliche Aussichten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.


Rund um Calw kurz vor der Eröffnung   13.08.2018 20:11

Es geht sichtbar voran!
Montagetrupp zieht durch die Straßen. Der neue Rundweg „Rund um Calw“ der am Tag des offenen Denkmals, den 9. September offiziell eingeweiht werden soll, wurde bereits ausgeschildert, wie man sieht. Die Fundamente für die Stelen sind fertig und etliche Stelen schon montiert, andere in Arbeit. Auch die Texttafeln stehen bereit, die natürlich erst kurz vor der Einweihung angebracht werden.

Im Hintergrund wird weiter fleißig gearbeitet damit in wenigen Wochen der Rundweg fertig ist. Freuen sie sich jetzt schon mit uns auf diesen neuen Weg, auf dem sie viele unterschiedliche Denkmäler entdecken, Geschichte erleben und herrliche Aussichten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven genießen können.

Viele andere Arbeiten erfolgen und erfolgten im Stillen, wofür wir allen fleißigen Helfern danken!



SWR4 Sendung über Rund um Calw   23.11.2017 19:11

Wir freuen uns sehr, dass auch der SWR4 Tübingen Interesse zeigt an unserem neuen Projekt, den Gedenksteinwanderweg „Rund um Calw“. Es war nicht ganz einfach, dem Moderator Herrn Beschorner, diesen umfangreichen Weg in Kürze vorzustellen und die wichtigsten / interessantesten Ecken, Ausblicke, Gedenksteine und Geschichten zu erzählen.
Unser Stadtarchivar, Dr. Karl Mayer, Bernhard und Renate Stopper standen Rede und Antwort.


Erstbegehung des Rundwegs "Rund um Calw"   23.10.2017 20:52

Calw hat mehr zu bieten als Hermann Hesse
Bei herrlichem Herbstwetter präsentierte Bernhard Stopper, im Namen des Vereins C.A.L.W., den geplanten Gedenkstein-Wanderweg „Rund um Calw“. Die geschichtsinteressierten Besucher erfuhren etliches über bedeutende Calwer, denen teils ein Denkmal, zum Gedenken an ihre Person und was sie für die Stadt Calw getan haben, gestiftet wurde; wie Johann Valentin Andreae, Emil Georgii von Georgenau, Dr. Emil Schüz, Eugen Horlacher, Karl Zügel, Johann Friedrich Korn, Johann Georg Doertenbach, Joseph und Carl Friedrich von Gärtner, Georg Jakob Zahn und andere. So mancher Gedenkstein ist heute kaum noch zu finden und deren Bedeutung aus der Erinnerung gelöscht. Desto größer das Erstaunen der Teilnehmer. Selbst Einheimischen war mancher Platz unbekannt. Zum Denkmal zählt z.B. auch die Württembergische Schwarzwaldbahn- zwischen Calw und Weil der Stadt. Der Drei-Bahnen-Blick war manchen nicht bewusst und bekannt, wie auch die Geschichte der Württembergischen Schwarzwaldbahn. Am Hohen Fels erfuhren die Teilnehmer von dem Brauchtum der Fackler. Begeisterung kam auf, als von den Calwer Vereins-Skimeisterschaften 1953 und den Calwer Kreismeisterschaften des Seifenkistenrennens von 1949 berichtet wurde. Kindheitserinnerungen flammten bei einigen Besuchern auf und berichteten begeistert von diesem Event. Auch der Calwer Künstler wurde gedacht, wie Richard Ziegler, Rudolf Schlichter, Hermann Hesse und Kurt Weinhold und zwar am Gartengrundstück von Weinhold, wo sich immer wieder einige Maler trafen.


Vorstellung " Rund um Calw" Denkmäler, Persönlichkeiten, Geschichte und Aussichten   12.10.2017 20:36

Rund um Calw- Denkmäler, Persönlichkeiten, Geschichte und Aussichten
Es gab viele bedeutende Persönlichkeiten, Ereignisse und besondere Vorkommnisse (Felsen, Gebäude….) die unsere Stadt Calw geprägt haben und damit wir an sie denken und sie nicht in Vergessenheit geraten, wurde ihnen ein Denkmal gesetzt.
Viele der Denkmäler sind kaum zu finden, darum haben wir uns als Verein C.A.L.W. e.V.(Calw-Arbeiten-Leben-Wohnen e.V.) dazu entschlossen, anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens, einen Gedenksteinwanderweg -rund um Calw- einzurichten. Eine kleine, mittlere und für den der Lust hat auf mehr, eine große Tour.
Auf zirka 35 Stelen/ Tafeln, die den Weg säumen, sollen vornehmlich Denkmäler und bedeutende Persönlichkeiten Beachtung finden; aber auch ein Teil der Calwer Geschichte in Kurzform dargestellt werden.
Beginnend am Hermann-Hesse-Museum zum Gedenken an den großen Sohn Calws, den Literatur-Nobelpreisträger und den weltweit am meisten gelesenen deutschsprachigen Autor, Hermann Hesse. Von dort aus folgen wir dem Hermann-Hesse-Weg bis zum Georgenäum; dort steht ein Stein zum Gedenken an den Stifter des Georgenäums , Emil v. Georgii-Georgenau. Nun schreiten wir den Calwer Stadtgarten hoch zum Mammutbaum, hier soll eine Tafel mit Informationen über den Stadtgarten installiert werden. Über den Literaturgarten (den ehemaligen Alpengarten) geht es hinauf zum Gedenkstein von Dr. Emil Schüz, Arzt, Naturwissenschaftler und Historiker, der z.B. den 10. Kaiserschnitt in Württemberg durchführte und alles präzise schriftlich festhielt. Über den Panoramaweg, mit herrlicher Aussicht auf Calw sehen wir die drei Bahnlinien der württembergischen Schwarzwaldbahn, danach kommen wir zum Gedenkstein von Ökonomierat Eugen Horlacher, er erinnert an eine besonders wirtschaftlich arbeitende und im Verschönerungsverein stark engagierte Person. Der Stein steht gegenüber der Schillerlinde, die zum 100. Todestag von Friedrich Schiller gesetzt wurde.
Über die Schillerstraße (der einstigen Panoramastraße) geht es zur ehemaligen Höheren Handelsschule von Karl Zügel, wo nähere Informationen hierüber zu finden sein werden sowie über die Geschichte des von Götz von Berlichingen-Weg. Weiter oben am Abzweig Schillerstraße/ Vorstadtweg, stehen wir über der Vorstadt (dem ältesten Stadtteil von Calw) und erfahren dort dessen Geschichte. Weiter den Vorstadtweg hoch bis zum Gedenkstein des 1805-1813 regierenden Amtsbürgermeisters von Calw, Johann Gottfried Korn. Weiter bergaufwärts, vorbei an der Bockwiese, wo einst die Calwer Ski- Vereinsmeisterschaften stattfanden. Nun geht es Richtung Alzenberg, dann rechts ab, den Meisternberg entlang. Mit Blick zum Schloßberg, wo einst die Burg mit ihren Grafen war. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und genießen Sie die herrliche Aussicht. Nun schreiten wir zum Wurstbrunnen, von dem früher das Schloß und die Vorstadt durch Teucheln mit Wasser versorgt wurde. Ein weiteres Denkmal weist auf das von Doertenbach bepflanzte Baumgrundstück hin. Weiter geht es zu einen der bedeutendsten Naturdenkmäler im Kreis Calw, den Kuckucksfelsen. Weiter abwärts gelangen wir zum Hirsauer-Wiesenweg, es lohnt sich zwischendurch ein Blick Richtung Hirsau, denn von dort aus kann man in der Ferne die Klosterruinen sehen. Im Hirsauer-Wiesenweg, gegenüber der Betonmischanlage, hat ein sparsamer Schwabe, mit Hilfe des Materials des ehemaligen Krankenhauses am Schießberg, ein neues Gebäude errichtet – das sogenannte „Rote Haus“. Stadteinwärts geht es vorbei an prachtvolle Gebäude, der ehemaligen Fabrikantenvilla „Villa Wagner“ und dem einstigen Gartenhaus von Doertenbach, welches er 1850 erwarb. Das Baumgrundstück oberhalb des Gartenhauses, sowie das Wohnhaus in der Lederstraße nannte er sein eigen. Johann Georg Doertenbach ist für viele ein Unbekannter, dennoch war er ein wichtiger Politiker, Bankier und erfolgreicher Unternehmer, der sein Leben in den Dienst für das Wohl der Mitbürger und des Vaterlandes gestellt hat. Nun geht es vorbei an der Sankt Wendelins Kapelle (Schutzpatron für Land, Leute und Vieh) bzw. an den Überresten und dem Kesselhaus; des einstig bedeutendsten Calwer Industriebetriebes, der Calwer Decken- und Tuchfabriken AG. Dann dem Nagolduferweg folgend, wo wir einiges über die Flößerei erfahren und wie der Reichtum nach Calw kam. Hin zum Brühl zu den Stufen von Wolf-Stefan Reisser, mit Zeilen von Hermann Hesse. Wenige Meter weiter stadteinwärts kommen wir dann zum ehemaligen Wohnhaus von Doertenbach. Welches das wohl sein mag? Wer mag, kann hier eine Pause einlegen und sich stärken. Weiter geht es vorbei am Waschhaus von 1854 über den Weinsteg. Von dort aus sehen und erfahren wir rechter Hand, das Palais Vischer, ehemaliges Wohn-u. Handelshaus von Johann Martin Vischer II, Chef der damaligen Calwer Floß-u. Handelscompanie, heutiges Museum der Stadt Calw. Links sehen wir das von Johannes Schill (Mitglied der Zeughandelscompanie) 1694, im Südtiroler Stil, erbaute zweigeschossige Steinhaus. Dem Nagoldufer folgend zur ehemaligen alten Turnhalle (heutiger Sitz des Brauhauses) vorbei an den Wandmalereien im Großen Brühl von Andrea Humpert-Faßlrinner; die an die bedeutenden Botaniker und Biologen Calws; Joseph und Carl Friedrich von Gärtner, erinnern sollen. Hin zu den denkmalgeschützten historischen Grabtafeln des Calwer Friedhofes, die ihre eigene Geschichte erzählen. Bedeutende Männer und Frauen Calws liegen dort begraben. Von hier aus hätte man in den Garten von Carl-Friedrich von Gärtner, dem Arzt und Botaniker, schauen und ihn bei seinen Experimenten beobachten können. Nun bewegen wir uns in Richtung Unterer Welzberg und schreiten der Bahnlinie entlang, wo Sie etliches über die Schwarzwaldbahn erfahren; wussten Sie übrigens, das die Gesamtheit der Württembergischen Schwarzwaldbahn von Calw- Weil der Stadt ein Kulturdenkmal ist? Weiter geht es zum Hohen Fels; dort eröffnet sich eine ganz andere Perspektive auf Calw. Das Kriegerdenkmal erinnert an Menschen, die ihr Leben für ihre Heimat opferten. Weiter zum Reichertschen Garten , der mit seiner Idylle sicher auch die Maler von Calw inspirierte.
Am Schneckenwegle ruht und schlummert ganz versteckt der Gedenkstein von Georg Jakob Zahn im Eck. Das ehemalige Gartenhaus von Kurt Weinhold ist zu sehen. Von hier aus hat man einen besonders schönen Blick auf den Calwer Marktplatz. Darum möchten wir hier der Calwer Maler und Künstler gedenken und sie auf Tafeln präsentieren. Wie die berühmten Maler: Richard Ziegler, Rudolf Schlichter und Kurt Weinhold, natürlich auch Hermann Hesse, der sich dem malen widmete. Sowie weniger bekannte bzw. in Vergessenheit geratene Maler und Künstler wie Julius Müller; der lange ein Atelier in Calw betrieb und Gustav Bäuerle, Architekt und Zeichner, der viele aquarellierte Zeichnungen von Calw und Hirsau fertigte. Nach dem „Künstlereck“ geht es nochmals vorbei am Bahngleis der Schwarzwaldbahn und danach an einem seltenen Denkmal, einem Gartenhäuschen von 1790 an der Stuttgarter Straße 1, hin zur Nikolauskapelle; dem Wahrzeichen von Calw. Das Gerbereimuseum in der Badstraße ist ein lohnenswerter Abstecher, denn seit dem 15. Jahrhundert zählte das Gerberhandwerk zu den wichtigsten Gewerbezweigen Calws. Weiter geht es dann über den Marktplatz vorbei am Geburtshaus von Hermann Hesse hin zum Ausgangspunkt dem Hermann Hesse Museum.
Diese Wanderung „rund um Calw“ erweitert den Horizont über die eigene Heimatgeschichte, zeigt auf, wieviel bedeutende, in Vergessenheit geratene, Menschen und Schätze Calw hat, verleiht eine neue Sicht auf Calw und lässt uns staunen über die Schönheit des kleinen Schwarzwaldstädtchens Calw. Vielleicht stimmen Sie jetzt auch mit Hermann Hesse überein und sagen, das Calw das schönste Städtchen ist unter allen, die Sie kennen.


10 Jahre C.A.L.W ev.   22.09.2017 19:30

C.A.L.W. e.V. (Calw-Arbeiten-Leben-Wohnen e.V.) blickt auf 10 Jahre Vereinsgeschichte zurück
Bernhard Stopper und Hermann Seyfried waren sich einig, Calw hat mehr als Hermann Hesse zu bieten. Daher stellten Sie 2007 auf der Altburger Messe einen Aufsteller über einen in Vergessenheit geratenen genialen Erfinder auf, damit die Bevölkerung sich, an das in Altburg wirkende Genie, Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger erinnern. So kam alles ins Rollen. Wichtige Kontakte entstanden und darauf wurde der Verein C.A.L.W. e.V. (Calw-Arbeiten-Leben-Wohnen e.V.) gegründet.
Das Hauptziel des Vereins ist es, alte Heimat- und Kulturgeschichte und in Vergessenheit geratenes aufleben zu lassen, um die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt zu steigern.
Mittlerweile konnten wir als Verein folgende Projekte umsetzen:
2013 wurde, unser bisher größtes Projekt, der Hermann-Hesse-Weg in Calw eingeweiht; auf 37 Stelen sind, vom Hermann-Hesse-Museum bis in den Stadtgarten, Gedichte vom Nobelpreisträger Hermann Hesse und Stadtbilder aus seiner Calwer Zeit zu sehen. 2015, zum 250sten Geburtstag von Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger wurde der Altburger-Bohnenberger-Geschichtsweg eingerichtet; er umfasst 22 Tafeln, die Aufschluss geben über die Heimatgeschichte Altburgs und seine genialen Erfinder, Gottlieb Christoph Bohnenberger u. Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger. Es wurden nicht nur neue Wege, mit vielen geschichtsträchtigen Stelen eingerichtet, sondern auch verschiedene Gedenkstätten und öffentliche Plätze gerichtet. Der fast nicht mehr erkennbare Platz am Wölflesbrunnen, neben dem Wildschweingehege auf dem Wimberg, wurde durch einen großen Arbeitseinsatz wieder hergerichtet und ist jetzt auch mit Kinderwagen erreichbar. Auch das Schafott, die ehemalige Hinrichtungsstätte im Calwer Stadtwald, wurde kräftig von Unkraut befreit, der Platz rundum mit Rindenmulch versehen, umgestaltet und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Eine Tafel vermittelt viel Wissen über diesen sagenumworbenen Platz. Der Platz an der „Steinernen Bank“ auf dem Wimberg wurde ebenfalls gerichtet. Diese „Gruhebänke“ (Ruhbänke) dienten früher zum Abstellen für Rückenkörbe und Körbe, die auf dem Kopf getragen wurden. Auch der Grillplatz „Hummelswiesen“ in Altburg wurde durch viel Manpower der Vereinsmitglieder neu gestaltet und ein Schutzwall zur Sicherheit spielender Kinder errichtet.
Über die Zusammenarbeit mit Lehrern und Schülern des Hermann-Hesse-Gymnasiums freuten wir uns sehr. Denn dadurch wurde die Wertschätzung für die eigene Heimatgeschichte bei den Mitwirkenden gestärkt. Folgende Projekte der Schüler wurden von unserem Verein unterstützt. Die Entstehung des Literaturgartens im Calwer Stadtgarten und die Installation des einzigartigen, von den Schülern selbst hergestellten, Insektenhotels beim Gimpelstein. Mit Hilfe der Schüler wurde auch der Waldlehrpfad/ Waldberufe, wo 7 Stelen über alte Waldberufe informieren, geschaffen.
Umgesetzt werden konnten diese Projekte aber nur dank finanzieller Unterstützung durch Sponsoren, viel, viel ehrenamtliches Engagement, durch die Bereitschaft von Bürgern, uns ihre Bilder zur Verfügung zu stellen und durch die Unterstützung der Großen Kreisstadt Calw. Ein besonderer Dank gilt den Mitglieder, die ihr Wissen, Können und ihre fachliche Kompetenz eingebracht, die tatkräftig zugepackt und keine Mühe gescheut haben, die beim jährlich wiederkehrenden „Calwer Hesselauf“ aktiv waren und Geld für die Aktionen erwirtschaftet haben. Auch der Kalenderverkauf „Alt Altburg“ hatte eine positive Auswirkung auf den Verein.
Nochmals herzlichen Dank an alle unsre Unterstützer!
Anlässlich unseres 10jährigen Bestehens werden wir kein Fest veranstalten, sondern haben uns ein neues großartiges Projekt ausgedacht, worüber wir in Kürze berichten werden.
Wir vertrauen auch hier auf Ihre Unterstützung! Weitere Infos erhalten Sie unter „www.calwer.info“


Stele Gimpelstein   14.08.2017 20:00

Neue Tafel auf dem Gimpelstein
Der Verein C.A.L.W. e.V. hat eine neue Stele auf dem Gimpelstein installiert oder sollte man lieber sagen auf der Georgenhöhe?
Diese mächtige Felsformation oberhalb des Felsenweges wurde auf Grund der Stiftung des Georgenäums durch Generalkonsul Emil Wilhelm von Georgii-Georgenau, in die „Georgenhöhe“ umbenannt. Allerdings wurde dies von der Bevölkerung nicht richtig akzeptiert, daher wird dieses Felsmassiv weiterhin als „Gimpelstein“ bezeichnet. Selbst auf den Landkarten findet man meist nur die Bezeichnung „Gimpelstein“.
Auf der Tafel erfahren Sie einiges über diese Felsengruppe, woher ihr Name stammen könnte und was auf dieser besonderen Felsenplatte einst geschah.
Den Gimpelstein erreichen Sie über viele Wege. Vom Wimberg aus, vorbei an der „Steinernen Bank“, geht es fast geradewegs auf Waldwegen dorthin. Nehmen Sie den Weg über den Stadtgarten, so folgen Sie dem Hermann-Hesse-Weg bis zum Literaturgarten, dann folgen Sie dem Wasser- Wald- und Wiesenpfad, vorbei am ehemaligen Waldcafe´, dann geht es nur noch eine kleine Wegstrecke bergaufwärts und Sie stehen am Fuße des Gimpelsteins. Jetzt nur noch ein paar Stufen hoch, vorbei an den Anabuchen und das Ziel ist erreicht. Hier können Sie sich nun ausruhen, sich bilden und die herrliche Aussicht auf das schöne Nagoldtal genießen.


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